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1

Dienstag, 5. Januar 2010, 21:24

Flughafen Stuttgart- Bombenwitz kostete Ägypten-Urlaub

Zitat

Die Witzelei über Sprengstoff in der Unterhose kam in der Sicherheitskontrolle auf dem Stuttgarter Flughafen gar nicht gut an. Gut eine Woche nach dem versuchten Attentat über Detroit zeigte die Polizei keinen Humor - der Mann musste mitsamt seiner Familie am Boden bleiben.
Esslingen - Eine scherzhaft gemeinte Bemerkung über Sprengstoff in seiner Unterhose hat einem 42-Jährigen und seiner ganzen Familie den Urlaub in Ägypten gekostet.
Der Mann machte die unglückliche Äußerung am Dienstag nach Polizeiangaben bei der Sicherheitskontrolle auf dem Stuttgarter Flughafen und bestätigte dies auch auf Nachfrage. Die herbeigerufene Polizei nahm den 42-Jährigen vorläufig fest und suchte ihn nach Sprengstoff ab - allerdings ohne Erfolg.
Die Fluggesellschaft schloss die dreiköpfige Familie dennoch von der Beförderung aus, wie die Polizei weiter mitteilte. "Neben dem geplatzten Urlaub und keiner Rückerstattung der bereits bezahlten Reise muss der Mann noch mit einer Strafe durch das zuständige Ordnungsamt rechnen", hieß es.


Vollständige Quelle ist hier!

Ooooooh, armer schwarzer Kater :pfeif: :rolleyes: ........ne mal ehrlich so ein Voll-Horst. :vogel:
Bestrafen müssen die ihn aber nicht, wenn er eine resolute Ehefrau :pruegel: und ein ebenso entschlossenes Kind hat. :D :D :D

"When my time on Earth is gone, and my activities here are past, I want they bury me upside down, and my critics can kiss my ass."Bob Knight

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matthes_f

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2

Dienstag, 5. Januar 2010, 21:37

Hochachtung, Lob und Anerkennung gegenüber den Einsatzkräften und der Fluggesellschaft. Recht so.... :luxhello:

Matthes
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3

Dienstag, 5. Januar 2010, 21:38

Hochachtung, Lob und Anerkennung gegenüber den Einsatzkräften und der Fluggesellschaft. Recht so.... :luxhello:

Matthes


Genau so schauts aus! :thumbsup: :yes: :bier:

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4

Dienstag, 5. Januar 2010, 22:35

Sprengstoff in der Hose :nein:

Da tut mir der Rest der Familie echt leid bei so einem "Vollpfosten" ...

Oder war das der Bohlen mit einem Standardsprüch ? :D :pfeif:



:bier:
Gruß

Dirk 8)

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5

Mittwoch, 6. Januar 2010, 00:04

Wann war das denn ca? Ich war heut nämlich in Stuttgart zum Spotten... :whistling:
Drum prüfe wer sich ewig bindet ob sich nich was bessres findet... :-))

6

Mittwoch, 6. Januar 2010, 00:08

Wenn du Spotter bist , hast du doch bestimmt nen Flugplan, dann schau doch nach, wer heute nach Ägypten flog..... ;)

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7

Mittwoch, 6. Januar 2010, 00:12

:bier:
Drum prüfe wer sich ewig bindet ob sich nich was bessres findet... :-))

Friburg

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8

Mittwoch, 6. Januar 2010, 09:06

Flapsige Bemerkungen bei der Personenkontrolle sind in der heutigen Zeit eine Dummheit, aber:
nachdem eine "saubere Unterhose" festgestellt wurde, der ganzen Familie den Urlaub zu vermasseln, halte ich für überzogen und nicht gerechtfertigt.
Eine Anzeige hätte doch ausgereicht Die Richter hätten dann ein angemessenes Urteil gefunden.

Fritz

Magic

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9

Mittwoch, 6. Januar 2010, 10:52

Flapsige Bemerkungen bei der Personenkontrolle sind in der heutigen Zeit eine Dummheit, aber:
nachdem eine "saubere Unterhose" festgestellt wurde, der ganzen Familie den Urlaub zu vermasseln, halte ich für überzogen und nicht gerechtfertigt.
Eine Anzeige hätte doch ausgereicht Die Richter hätten dann ein angemessenes Urteil gefunden.

Fritz


DAS sehe ich anders...!
Als betroffener in Sachen Luftfahrtsicherheit verstehe den Gang der Dinge sehrwohl und halte den Ausgang für richtig!

Egal zu welcher Zeit sind "Scherze" über Bomben etc. unpassend und dumm. Besonders in der Luftfahrt.
Die genaue Untersuchung des "Herrn"...Blödmann zu sagen verkneife ich mir...nimmt Zeit in Anspruch, dies kann bei einem zeitsensitiven Flug nach Ägypten zu einer
nicht hinnehmbaren Verzögerung führen, daher der Entschluß der LVG die Familie nicht zu befördern.
Warum auch sollten alle anderen Passagiere darunter zu leiden haben, weil sich dieser Seppel für super komisch hält?

Neben der durchaus spürbaren finanziellen Würdigung des Unfugs (für den Urlaub bezahlt aber nun doch wieder in Unter-Lenningen...oder wo auch immer...gefangen) kommt der Spott innerhalb der Ehe und
die nahende Würdigung seines "Spaßes" durch das Ordnungswidrigkeitengesetz...oder im schlimmsten Falle eine Anzeige nach §315 StGB (Schwerer Eingriff in den...Luftverkehr).

Das tut weh...und das soll es auch!

:rolleyes:
Straighten up and fly right!
"Runway left behind and altitude above are useless..." Al "Tex" Johnston

***chopsuey***

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10

Mittwoch, 6. Januar 2010, 11:05

Flapsige Bemerkungen bei der Personenkontrolle sind in der heutigen Zeit eine Dummheit, aber:
nachdem eine "saubere Unterhose" festgestellt wurde, der ganzen Familie den Urlaub zu vermasseln, halte ich für überzogen und nicht gerechtfertigt.
Eine Anzeige hätte doch ausgereicht Die Richter hätten dann ein angemessenes Urteil gefunden.

Fritz


Meine Meinung...Derzeit sind die Sicherheitskontrollen derart übertrieben, dass es auf keine Kuhhaut mehr passt. Wenn jemand ein Attentat durchführen WILL, dann schafft er es auch. Selbst wenn man in ein paar Jahren die Paxe nurmehr nackt an Bord lässt -> Dann schluckens halt den Sprengstoff...

=> Bin allerdings nicht 1oo% gegen Sicherheitskontrollen! Den ganz normalen Metallscanner/Gepäckdurchleuchtung find ich schon sinnvoll, einfach, weils Pseudoterroristen ein bisschen abschreckt.
~~Thomas //\\ DV2o -> D-EOEI //\\ A211gx -> D-EAQU...D-EQAU...D-EPNE //\\ DA4oTDI -> D-ERFI...D-ERFM~~

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Aeon

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11

Mittwoch, 6. Januar 2010, 11:50

Da man nicht dabei war und des Weiteren der Tathergang mehr als dürftig beschrieben ist, sollte man sich evtl. ein wenig zurückhalten mit überstürzten Bewertungen bzw. Lobarien über das Sicherheitspersonal an Flughäfen. Glaubt man der aktuellen Berichterstattung über deren Arbeitsbedingungen, so gibt es dafür auch wirklich keinen Anlass...

@Magic

Nenne mir bitte mal den Tatbestand des OwiG, der hier betroffen sein könnte! Mir wäre keiner bewusst, insofern ist die Frage nicht rhetorischer Natur!

Kleiner Exkurs:

Ein Strafverfahren gemäß § 315 StGB ist in diesem Falle vollkommen abwegig, da es hier evident zu keiner konkreten Gefährdung für Leib und Leben oder eben Sache von bedeutenden Wert gekommen ist. Insofern ist sein Verhalten keineswegs kriminell gewesen. Anzeigen darf man natürlich, nur würde dies in keinem Falle strafrechtlich gewürdigt werden.

Allgemein und bezüglich des Sicherheitsgedankens würde ich mich der Meinung von Chop hier anschließen, ohne dabei den konkreten Fall beurteilen zu wollen.

Wer will, der kann! Zu Not dann eben nicht einem Flugzeug, sondern in einem vollbesetzten Zug der deutschen Bahn am Freitagnachmittag. Davor wird uns dann leider kein Nacktscanner am Flughafen bewahren können!

Time will tell...
So long, Chris

12

Mittwoch, 6. Januar 2010, 14:29

Eben, und wenn man sich anschaut, wie die Sicherheitsvorschriften in manchen, ganz bestimmten Ländern gehandhabt - bzw. nicht gehandhabt werden, verkommt jede neue Kontrolleinrichtung hier in der EU in meinen Augen zur Beruhigung der Angstgefühle unserer werten Politiker. :sagnix:
Gruß, Roman

13

Mittwoch, 6. Januar 2010, 15:23

@Magic

Nenne mir bitte mal den Tatbestand des OwiG, der hier betroffen sein könnte! Mir wäre keiner bewusst, insofern ist die Frage nicht rhetorischer Natur!


Zitat

§ 118 Belästigung der Allgemeinheit
(1) Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden, wenn die Handlung nicht nach anderen Vorschriften geahndet werden kann.

Quelle

Soviel dazu.......

Und den §315 StGb prüft der Staatsanwalt noch, ganz bestimmt.......

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14

Mittwoch, 6. Januar 2010, 15:36

Freunde, selbst wenn wir vielleicht repressiv nicht weiterkommen...

Die Polizei hat doch auch in Baden Württemberg ein Polizeigesetz, mit dem man rein präventiv (um weitere von dieser Person ausgehende Gefahren/Störungen abzuwehren) hier im konkreten Fall einen Flug unterbinden kann. Und um dies präventiv zu begründen, würde mir schon der "so besagte dünne Sachverhalt" ausreichen.

Hier ein kleiner Auszug:

§ 27a (Polizeigesetz BW)

Platzverweis, Aufenthaltsverbot, Wohnungsverweis, Rückkehrverbot, Annäherungsverbot
(1) Die Polizei kann zur Abwehr einer Gefahr oder zur Beseitigung einer Störung eine Person vorübergehend von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Ortes verbieten (Platzverweis).

Eine rein theoretische Möglichkeit der Ingewahrsamnahme wollen wir hier mal noch außen vor lassen.

Matthes
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »matthes_f« (6. Januar 2010, 15:37)


15

Mittwoch, 6. Januar 2010, 15:46

Generell wird hier noch §145d StGB "Vortäuschung einer Straftat" mit dazu kommen.
Viele Grüße,
Danilo

16

Mittwoch, 6. Januar 2010, 16:27

Ich finde das Ganze nicht gerechtfertigt.
Nach meinem einfachen Rechtsverständnis darf einem ein dummer Witz nicht gleich den ganzen Urlaub kosten! Das geht zuweit!

Liebe Grüße
Simon

17

Mittwoch, 6. Januar 2010, 17:11

Was soll's.Der Kapitalismus bekommt mehr und mehr ein Glaubwürdigkeitsproblem und die Terrorismuskeule bietet eine gute Gelegenheit breite gesellschaftliche Disziplinierung- und Züchtigungsmaßnahmen durchzusetzen um halt den Systemabsturz abzuwenden(wie es halt bei bisher jeder Gesellschaftsordnung war,als ihr gesellschaftliches Entwicklungspotiential dem entgültigen Stillstand entgegenging).

Man Bedenke nur,wie schnell diverse Terrorabwehrgesetze letztendlich bis ins normale Leben erweitert wurden.
-Kontoüberwachungen bei Arbeitslosigkeit
-Videoüberwachung mittlerweile als Mittel zur Feststellung teils banalster Strafdelikte;parrallel dazu die Erfassung von Autokennzeichen

Ja,so werden immer mehr Maßnahmen,die ürsprünglich mal zur Früherkennung terroristischer Gefahren dienen sollten mehr und mehr zur alltäglichen Überwachung des Bürgers missbraucht,mit dem Anspruch(oder der Ausrede) die Kriminlität zu bekämpfen.Und es ist bereits deutlich abzusehen,das dies bis hin zur Kleinstkriminalität,kleinster Vergehen ausgeweitet wird.

Die Emotionalität,die im Begriff TERROR steckt,wird professionell dazu ausgenutzt,das Otto Normal Verbraucher die gewöhnliche Kriminalität,die gewöhnliche Ordnungswidrigkeit nach und nach gleichwertig emotional empfindet und zu immer weiter ausufernden Überwachungsmaßnahmen,inkl ihrer Restriktionen,bereitwillig HURRA schreit.So wie einst halt das Volk den Henkern zugejubelt hat,wenn sie öffentlich einen "Kriminellen" hinrichteten,der zuvor,des Hungers wegen,ein Brot aus der königlichen Küche gestohlen hat.


Wir nähern uns langsam und allmählig Zuständen,die Demoltionsman ebenbürtig sind.


nur mal mein nachdenklicher Senf dazu :S

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flusirainer« (6. Januar 2010, 17:22)


ferrari2k

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18

Mittwoch, 6. Januar 2010, 17:41

Ich finde das Ganze nicht gerechtfertigt.
Nach meinem einfachen Rechtsverständnis darf einem ein dummer Witz nicht gleich den ganzen Urlaub kosten! Das geht zuweit!

Liebe Grüße
Simon

Ja, das stimmt schon, aber als einigermaßen intelligenter Mensch sollte man wissen, dass so ein Witz den Urlaub in der aktuellen Stimmung an Flughafen kosten kann.
Muss man dann ja nicht unbedingt machen, momentan ist es halt etwas dämlich, solche Witze zu machen.

19

Mittwoch, 6. Januar 2010, 18:37

Mal ernsthaft, ich kann aus keiner der Pressemeldungen herauslesen, was der Typ genau von sich gegeben hat und wie er das getan hat. Also kann ich das auch in keiner Weise würdigen. Weder als Blödheit oder provokatives Verhalten des "Täters" noch als überzogene Reaktion der Sicherheitsleute. Ich denke, das wird noch ein Nachspiel haben. Sei es, dass der vermeintliche Spengstoff-Transporteur gerichtlich eins auf die Zwölf bekommt oder sei es, dass in Rahmen einer zivilrechtlichen Schadenersatzforderung festgestellt wird, dass Reisekosten erstattet und eine Entschädigung gezahlt werden muss. Irgendwas wird da kommen. Nur in welche Richtung die Waage ausschlägt lässt sich mit unserem Wissensstand über den tatsächlichen Vorgang sicher nicht abschätzen.


Aeon

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20

Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:13

@Balu

Danke für deine tatkräftige Recherche! Da niemand hier den genauen Tathergang kennt, lässt sich das letztlich nicht beurteilen, ob der Tatbestand betroffen ist. Das kann die zuständige Behörde klären...

"Und den §315 StGb prüft der Staatsanwalt noch, ganz bestimmt......." Zitat Balu (besser gings nicht ;) )

Eigentlich wollte ich es dazu nicht kommen lassen, jedoch möchte ich hier zur Aufklärung meinen Beitrag leisten, um derartigen Halbwissen entgegen zutreten:

Vorab es handelt sich vorliegend um ein konkretes Gefährdungsdelikt!

§ 315
Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr
(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er

1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet,
3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,
und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

Die Formulierung "und dadurch" verdeutlicht, dass zwischen der Tathandlung Nr. 1- 4(wobei es außerordentlich fraglich ist, ob eine der genannten Alternativen überhaupt in Frage käme) und der Gefährdung eines Rechtsguts ein risikospezifischer Zusammenhang besteht.

Also stellt sich die Frage, wann und wie der Hr. Familienvater das Leben von Passagieren (Leib und Leben) oder Flugzeugen, Gepäckstücken etc (fremde Sachen von bedeutendem Wert) konkret gefährdet hat !?

Dazu müsste er sich schon am/im Flugzeug befunden haben, um dort eine konkrete Gefahr für Leib und Leben etc auszulösen.

Auch ohne den Sachverhalt näher zu kennen, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass zu keinem Moment ein Passagier bzw. ein Flugzeug in Gefahr war. Deshalb wird auch keine Staatsanwaltschaft in Deutschland aufgrund § 315 StGB "ermitteln" :D

Soviel dazu... ;)

------------------------------------

Das Vortäuschen einer Straftat wäre ein guter Ansatzpunkt. Jedoch muss dafür auch Vorsatz bezüglich des Vortäuschens vorgelegen haben. Sprich Vati müsste es gewollt haben, das die Sicherheitskräfte von einer Straftat ausgehen. Gut, das kann natürlich so gewesen sein. Halte ich jedoch persönlich für äußerst unwahrscheinlich!

Ok, Polizei und Ordnungsrecht. Grds. dient es der Gefahrenabwehr im Vorfeld von Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftaten. Ferner versteht sich die Gefahrenabwehr als Schutz der Rechtsordnung vor möglichen Verletzungen. Da nach Klärung der Unterwäsche wohl kein Sprengstoff gefunden wurde, der Vater auch des Weiteren nicht am Flughafen randalierte, wäre ein Platzverweis unverhältnismäßig. Welche Gefahr würde konkret dadurch abgewehrt ?!

Ich glaube der lieber Herr Vater wird allgemein höchstens die von Balu richtig erwähnte Ordnungswidrigkeit zu erwarten haben. Jedoch müsste man dazu mehr wissen. Das lässt sich jedenfalls nicht so einfach sagen!

Ihn hier jedoch als kriminelles Subjekt darzustellen, des Weiteren auch die juristische Keule einzufordern, sehe ich als äußerst verfehlt an! Deshalb auch hier mein kleiner juristischer Exkurs, um die Sache einmal genauer zu beleuchten.

Der gute Herr ist meiner Meinung nach genug bestraft worden, indem er das Flugzeug nicht besteigen durfte..
So long, Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Aeon« (6. Januar 2010, 19:22)


Aeon

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21

Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:15

Boah Sorry, Doppelpost!

Was habe ich hier nur veranstaltet :)
So long, Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aeon« (6. Januar 2010, 19:50)


22

Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:30

Was soll's.Der Kapitalismus bekommt mehr und mehr ein Glaubwürdigkeitsproblem und die Terrorismuskeule bietet eine gute Gelegenheit breite gesellschaftliche Disziplinierung- und Züchtigungsmaßnahmen durchzusetzen um halt den Systemabsturz abzuwenden(wie es halt bei bisher jeder Gesellschaftsordnung war,als ihr gesellschaftliches Entwicklungspotiential dem entgültigen Stillstand entgegenging).

Man Bedenke nur,wie schnell diverse Terrorabwehrgesetze letztendlich bis ins normale Leben erweitert wurden.
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Ja,so werden immer mehr Maßnahmen,die ürsprünglich mal zur Früherkennung terroristischer Gefahren dienen sollten mehr und mehr zur alltäglichen Überwachung des Bürgers missbraucht,mit dem Anspruch(oder der Ausrede) die Kriminlität zu bekämpfen.Und es ist bereits deutlich abzusehen,das dies bis hin zur Kleinstkriminalität,kleinster Vergehen ausgeweitet wird.

Die Emotionalität,die im Begriff TERROR steckt,wird professionell dazu ausgenutzt,das Otto Normal Verbraucher die gewöhnliche Kriminalität,die gewöhnliche Ordnungswidrigkeit nach und nach gleichwertig emotional empfindet und zu immer weiter ausufernden Überwachungsmaßnahmen,inkl ihrer Restriktionen,bereitwillig HURRA schreit.So wie einst halt das Volk den Henkern zugejubelt hat,wenn sie öffentlich einen "Kriminellen" hinrichteten,der zuvor,des Hungers wegen,ein Brot aus der königlichen Küche gestohlen hat.


Wir nähern uns langsam und allmählig Zuständen,die Demoltionsman ebenbürtig sind.


nur mal mein nachdenklicher Senf dazu :S
Rainer, ich sehe das Ganze zwar nicht soo drastisch, doch sind an deinem Beitrag sicher einige wahre Worte dran.
Nur ist die Gratwanderung zwischen Freiheit und Sicherheit eine äußerst schwierige.

Aus dem Stehgreif könnte ich keine für mich akzeptable Lösung nennen. Lieber stehe ich auf dem Flughafen vor ein paar Sicherheitsmännern "nackt" da und komme heile an, wo ich hin will. (So schlecht seh ich ja auch nicht aus ;) ) Aber auf Schritt und Tritt im grauen Alltag von Kameras verfolgt zu werden, sprengt auch wieder jeden akzeptablen Rahmen...

Wie gesagt, ich weiß keine gute Lösung.

Liebe Grüße
Simon

23

Mittwoch, 6. Januar 2010, 19:41

Draussen meterhoch Schnee und im heimischen Wohnzimmer, wo die Familie wahrscheinlich jetzt sitzt, ist die totale Eiszeit ausgebrochen !!! :whistling: Ich finde es auch übertrieben aber selber schuld - so ein Honk !!! :lol: Nix Luxor, Gizeh & Co....!
Mfg and many happy landings,

Frank "Panavia" Felix

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Panavia« (6. Januar 2010, 19:41)


24

Mittwoch, 6. Januar 2010, 20:44

Nach meinem einfachen Rechtsverständnis darf einem ein dummer Witz nicht gleich den ganzen Urlaub kosten! Das geht zuweit!


Das sehe ich nicht ganz so locker, wer behauptet, dass er Sprengstoff in der Hose hat ( oder sinngemäß ) muss halt die Konsequenzen fürchten, wenn ich des nachts von der Polizei kontrolliert werde und denen sage, dass ich eine Waffe in der Hose habe, dann werden die mir sicherlich nicht schmunzelnd den Rücken kehren ...

Weiterhin ist als Betreiber einer Airline das Risiko immens hoch, dass so ein Typ seinen Spruch im Flieger loslässt und damit eine "Notlandung" auslösen könnte ...

Gründe kenne ich da genug und Spaß ist immer eine Ansichtssache ...

Wer dann noch als Ottonormalverbraucher den üblichen Medien ( Zeitungen, Radio und TV ) ausgeliefert ist, der kann sicherlich Parallelen feststellen mit anderen mehr oder weniger geglückten Anschlägen ...

:bier:
Gruß

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FlyTweety

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25

Mittwoch, 6. Januar 2010, 21:21

Zitat

Lieber stehe ich auf dem Flughafen vor ein paar Sicherheitsmännern "nackt" da und komme heile an, wo ich hin will.
Genau das ist das Problem: Wer hat dich denn in Watte eingepackt, bevor du zum Flughafen gefahren bist ?
Hast du nicht panische Angst, wenn du abends noch mal raus mußt ?
Wann kommen endlich Körperscanner vor dem Kaufhaus zum Einsatz, da sind doch wesentlich mehr als 200 "Passagiere" (Kunden) drin.

Verdammt, in den USA erschießen sich jedes Jahr 1000´de Leute gegenseitig, das wollen die da so, nehme einem Ami mal seine Waffe weg.... :achtung:
Weiter fahren sich dort in jedem Jahr mehr Menschen im besoffenen Kopf in den Tod als 9/11 Opfer hatte.
Wo ist bei diesen "Tatbeständen" der Aufschrei und die Sucht nach "Sicherheit" ?
Die Welt braucht die Terroristen nicht, um sich an Leib und Leben zu gefährden, die statistische Chance, bei einem sogennannten "Terroranschlag" zu Schaden zu kommen ist in der Summe der allgemeinen Lebensrisiken sooo verschwindend gering, das ist schon fast albern, auf so ein Geschwätz reinzufallen.

Nein, "Terroristen" sind in der heutigen Zeit dringend nötig, um Maßnahmen zu rechtfertigen, KONTROLLE über erstens seine Bevökerung und zweitens über Recourcen zu erhalten oder zu behalten.


„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ (Benjamin Franklin)
Nennt mich einfach "Tweety"

hasegawa

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26

Mittwoch, 6. Januar 2010, 22:23

Auch wenn in den USA jedes Jahr mehr Menschen an Schusswaffengebrauch sterben, als es in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz pro Jahr Tote im Strassenverkehr gibt...

Im Luftverkehr ist jede Art von "Spass" der zu Panik, Mehraufwand bei Sicherheitskontrollen und "erhoehtem Interesse des Staates an zusaetzlichen Sicherheitsmassnahmen" fuehrt, eine riesige Eselei, die man garnicht hart genug bestrafen kann. Ich hoffe, seine Frau macht ihm die Hoelle heiss.

In Tegel neulich hatte ich die schaerfste Sicherheitskontrolle erlebt, die mir bisher untergekommen ist. Ich fliege recht viel und kann das durchaus sagen. Solche Deppen haben auch ihren Beitrag daran. Aber ich maule nicht...

Schliesslich fliege ich nicht mit PIA nach Riga...

PIA=Perhaps I arrive

In Karachi bin ich auch mal uebelst auseinandergenommen worden... als Transitreisender auf dem Weg von Berlin nach Hanoi.
Andreas R. Schmidt
Potsdam und Riga

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hasegawa« (6. Januar 2010, 22:25)


27

Donnerstag, 7. Januar 2010, 16:10

Jedem seine Meinung, aber was sich mir nicht erschließt, ist, welchem Idioten fällt sowas ein? Wenn er das in Kairo vom Stapel gelassen hätte, wären jetzt seine Eier ab, die Frau verschleppt, das Kind verkauft.
Wie dumm können Menschen manchmal sein? Vom Niveau red ich jetzt gar nicht ;(
:thumb:

Lauter Werkzeuge halt

28

Donnerstag, 7. Januar 2010, 18:21

Macht doch einfach den praktischen Vergleich:

Was sagt ihr zu Einem, der postuliert, daß er eure Frau/ Freundin schlagen will.........?? :hm:

WIe würde da die Antwort ausfallen. :achtung:
Und Thema Nacktscanner:
Ich mach mir keine Sorgen nackig dazustehen, als die Strahlendosen abzubekommen...... :klug:

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29

Donnerstag, 7. Januar 2010, 18:28

Polizist löst falschen Bomben-Alarm auf Flughafen aus

Zitat

Esslingen — Bei dem Mann, der am Dienstag am Stuttgarter Flughafen für einen falschen Bomben-Alarm gesorgt hat, handelte es sich ausgerechnet um einen Polizisten. Dies sagte eine Sprecherin der Polizei Esslingen. Der 42-jährige Familienvater hatte bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen behauptet, Sprengstoff in der Unterwäsche zu tragen. Nachdem er seine Aussage auf Nachfrage des Sicherheitspersonals bekräftigte, wurde er vorläufig festgenommen. Sprengstoff wurde bei dem Mann, der mit Frau und Kind in den Urlaub nach Ägypten fliegen wollte, nicht gefunden.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitete gegen den Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein. Außerdem droht dem 42-Jährigen wegen Ordnungswidrigkeiten ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.


Quelle

:nein: :nein: :nein:

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30

Donnerstag, 7. Januar 2010, 18:51

AUTSCH!!! - Ohne Worte.

Das er auch noch Polizist ist, müsste sich mindestens mal strafverschärfend auswirken.

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