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Mittwoch, 10. Juli 2013, 15:02

Boeing 707- Greg, Joe und Tim sind wieder auf Tour!

Der Screenshotbericht enthält sehr viele Fotos, falls sich also erstmal gar nichts tut, gebt der armen Telekom doch ein paar Minuten ;)

Dies ist die Fortsetzung der Geschichte vom verwitterten Kapitän mittleren Alters „Greg“, dem First Officer und Frauenhelden Tim und dem bereits 70 Jahre altem Flugingenieur Joe! Wie sich die drei kennengelernt haben, habe ich ja bereits in meiner letzten Screenshotstory berichtet. Mittlerweile sind einige Monate vergangen und es hat sich einiges Getan, aber schreiten wir zur Tat!

Donnerstag, 18. April: Ich ziehe genüsslich einen Zug an der original kubanischen Zigarre und lehne mich in den braunen Ledersessel zurück, der sich knarzend meiner Körperform anpasst. „Man“ denke ich so zu mir „Das war aber auch eine anstrengende Zeit- Ist ja auch ganz schön etwas passiert. Ich kann mich noch erinnern, als wäre es gestern. Der erste Flug der Trans Ocean Express von Chongqing nach Singapur, das war ein Erlebnis, obwohl da eigentlich alles glatt gelaufen ist!“ Während ich so vor mich hin denke und mich an die ersten Tage der Operations erinnere schenke ich mir ein Gläschen Whiskey ein, immerhin gibt es etwas zu feiern, wer hätte es gedacht, aber ich kann als so alter Sack doch noch eine ganze Menge. Ach ja, ihr wisst es ja noch gar nicht. Ich bin jetzt frisch freigegebener 707 Pilot und das will schon etwas heißen! Wobei, na ja, die Flugeigenschaften der 707 sind eigentlich besser als die der 727 *aber psst* Hier bei Trans Ocean bekommt ja jeder Pilot ein Rating für 727 und 737, das macht die sehr flexiblen Arbeitsbedingungen möglich aber nur etwa ein Drittel aller Piloten bekommt auch ein Rating für die 707, ich fühle mich also geehrt! Auch wenn sie nicht sehr lange bei uns in der Flotte verweilen wird.
Und man bin ich froh, dass ich weiterhin mit Joe und Tim zusammenfliegen kann. So gern ich die neue Airline auch mag, aber mit irgendwelchen Chinesen und Indern zu fliegen, natürlich können die alle fliegen, aber es ist doch irgendwie lustiger mit meinen beiden Pappenheimern.
Heute morgen habe ich noch mit Joe gesprochen, aber anscheinend geht es ihm nicht so gut, er ist jetzt wieder seit einer Woche zuhause und hat sich wie immer wieder saumäßig mit seiner Frau gezofft. Aber na ja, morgen geht es für uns alle ja wieder nach Asien, da wird dann hoffentlich wieder alles besser.
An mir soll es ja nicht liegen! Während ich genüsslich einen weiteren Schluck aus meinem Whiskeyglas nehme gehe ich noch einmal alles durch. Koffer sind gepackt, Hotel wird ja von der Firma gestellt, alle meine Freunde wissen Bescheid, Rufumleitung eingerichtet und alles ist für meine Abreise vorbereitet. Ich nehme noch einen letzten Zug an meiner Zigarre und trinke den letzten Schluck Whiskey, erhebe mich gemächlich aus meinem braunen Ledersessel und knipse alle Lichter aus während der Kamin noch den großen Scheit Holz verbrennt.

Samstag, 20. April:
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*ruuuums* *rööööhr*- Ich wache aus meinem Tiefschlaf auf. Als ich aus dem Fenster sehe weiß ich auch was passiert ist, wir sind gerade (relativ) kontrolliert auf die Landebahn geplumpst. Anscheinend ist Captain Hastig am Steuer, denn die Triebwerke heulen im Umkehrschub, die Spoiler fahren hoch und die Bremsen greifen… Und zwar ganz schön heftig, aber nun gut, nachdem ich mein Gesicht vom Vordersitz gekratzt habe kommt dann auch schon prompt eine Ansage!
„The crew of captain Lulea and the whole China Southern staff would like to welcome you in Chongqing!”. Endlich angekommen einmal umgestiegen auf dem Weg hier her aber na ja, ich bin ja eh am Flughafen zuhause.
„Please stay seated until the fasten seatbelt signs have extinguished.“ Natürlich macht‘s mal wieder keiner und alle springen auf als sich unser A321 gerade Richtung Gate bewegt. Ich bleibe noch etwas sitzen, so direkt nach dem aufwachen ist aufstehen beeeeestimmt nicht gesund :P Mein Hals ist ein wenig trocken und ich schraube die Wasserflasche auf um einen Schluck zu nehmen, während ich trinke überlege ich mir, was ich jetzt mache, der relativ schnelle Entschluss, erstmal fahre ich ins Hotel
Samstag Abend, Radisson Blue Hotel Chongqing: So gehört sich das! Erstmal ein richtig schöns Bad genommen und die trockene Haut eingecremt, eben die Haare geföhnt und in den Bademantel geschlüpft. Während ich mich gerade aufs Bett werfe und den Fernseher anschmeiße geht die Sonne in Chongqing bereits unter.
Nichtmal die englischen Sender hatte ich mir herausgesucht, als das Zimmertelefon klingelt.
„There is a call for you from room 281 Sir, do you want me to connect?“
“Yes, sure, go ahead.”
“Very well sir, have a very good evening and hold the line for a minute please.”
Nachdem die nette Dame von der Rezeption den Anruf aus Zimmer 281 verbunden hatte meldete ich mich erneut.
„Hallo?“
„Hey Greg, what are you doing man?”
“Oh I’m doing… What are you doing?”
“Very funny. What do you think, should we hit the bar for a drink? I just rolled in from the airport.”
“Sure, is Tim there as well?”
“Yup.”
“Cool, meet me at the bar in 20 minutes!”
Da strahlt mein Gesicht wieder, meine beiden werten Kollegen Tim und Joe sind auch schon da! Also versuche ich gar nicht erst mein Glück die Fernbedienung des Fernsehers zu entziffern sondern ziehe mich direkt wieder an um Joe und Tim in der Hotelbar zu treffen.
Als ich in die Bar komme waren meine beiden Kollegen mal wieder ganz einfach zu erkennen, Joe war (wie immer) total peinlich angezogen, die blaue Jeans hochgezogen bis zum Bauchnabel, das quergestreifte rot-gelbe Poloshirt in die Hose geknüllt, die Brille thront auf der Nasenspitze, während er die Getränkekarte am ausgestreckten Arm zu entziffern versucht.
Und auch Tim war an seiner herausragenden Peinlichkeit sofort zu erkennen, er stand in tief hängenden Jeans und einem Abercrombie Pullover an der Bar und versuchte sich anscheinend gerade ein Mädel zu angeln.
Ich stapfte also herüber zu Joe und empfing ihm mit einem riesigem Grinsen auf dem Gesicht, wir sprachen mal wieder Deutsch- da kann man sich so schön unterhalten, ohne, dass es jemand mitbekommt.
„Heey Joe! Endlich kommen wir mal wieder zusammen los was?“
„Ja, das stimmt Greg! Aber meine Güte, ich musste ja in den letzten zwei Monaten mehr Type Ratings machen als in den 40 Jahren davor.“
„Hahaha, jaaa, geht mir genau so. Wie findest Du denn die 707 so?“
„Oach, die Maschine ist schon in Ordnung, natürlich nichts gegen unsere 747-200!“ sagte er zu mir, während er mich mit seinem verschmitzten Grinsen über seine Brille hinweg anblickte, wir kicherten Beide ein wenig, bevor ich ihm entgegnete:
„Die Zeiten haben sich ja anscheinend nicht geändert. Du bist immer noch der beste Flugingenieur aller Zeiten und der Jumbo ist immer noch die beste Maschine aller Zeiten.“
„Na das nehme ich jetzt aber persönlich. Du sag mal hast Du Deine Brille dabei? Ich habe meine falsche Brille vom Zimmer mitgenommen, ich kann rein gar nichts von der Karte erkennen.“
„Ja, ich habe meine Brille, aber ich bin doch kurzsichtig Du Nase, das hilft bei Deiner Weitsichtigkeit auch nichts.“
„Ach ja, stimmt.“
Da kommt Tim auch schon an unseren Tisch gestapft, sein Hemd Sweatshirt war nass, da musste ich natürlich nachfragen!
Ich: „Was hast Du denn gemacht?“
Tim: „Ja, stellt sich heraus das Mädel an der Bar steht nicht so auf mich, wie ich auf sie da kam der Drink geflogen…“
Joe: „Sag mal hast Du eine Lesebrille dabei?“
Tim: „Meine Güte, sehe ich aus wie 70?“
Joe: „Nee.“
Tim: „Na siehste.“
Joe murmelt nur ganz leise „aber wie 90.“
Wir unterhielten uns ein wenig über Speis und Trank und als sich dann jeder entschieden hatte riefen wir die Kellnerin heran, Tim bestellte zuerst.
Tim: „Einmal die Nachos bitte und ein großes Bier.“
Joe: „Denk an die zwölf Stunden.“
Tim: „Achso, ja. Dann die Nachos und eine große Cola bitte.“
Mit den zwölf Stunden hat es folgendes auf sich: wir wollen und sollen nämlich zwölf Stunden vor dem Flug keinen Alkohol mehr trinken, in unserer Ansicht eine sehr sinnvolle und nötige Regel, die deswegen (zumindest von uns) immer eingehalten wird.
Als wir dann alle geordert hatten unterhielten wir uns über die 707 und die Route die wir morgen fliegen werden.
„Wart ihr schonmal in Guam?“ fragte Tim, als er gerade einen Schluck aus seinem Glas eiskalter Cola nahm.
Joe: „Ja, ich war eine Zeit lang andauernd da.“
Ich: „Natürlich, was meinst Du, warum Southern Air nur noch FBI Express hieß? Wir hatten da früher immer Charterservice für die US-Regierung.“
Tim: „Ach cool! Und wie ist es da so?“
Ich: „Schöne Insel und super Essen, ein klasse kulinarisches Angebot!“
Joe: „Das stimmt schon, aber das Wetter da ist einfach nichts für mich, so feucht und warm…“
Tim: „Feucht und warm, da bist Du sowieso zu alt für! Na dann freu ich mich schon da mal hinzukommen! Ein neuer Punkt der erkundeten Welt auf meinem Globus.“
Ich: „Du benutzt noch einen Globus? Wie Old School :P
Wir lachten wieder alle herzhaft und unterhielten uns weiter über dies und das. Als wir dann unser Abendessen genüsslich verspeist hatten saßen wir noch eine Weile und tauschten die Erfahrungen der letzten Wochen aus, Dinge, die uns an der 707 gefielen und nicht gefielen und natürlich, wie könnte es auch anders sein, Dinge die uns an der Airline gefielen oder nicht gefielen und schwups die wups war es dann auch schon ganz schön spät, um 22:30 rafften wir uns dann auf, immerhin würden wir morgen schon wieder gegen 6:30 das Hotel verlassen müssen um pünktlich um 9:00 auf dem Weg nach Guam zu sein. Wir bedankten uns ganz herzlich bei unserem Kollegen, denn er konnte sich nicht davon abhalten lassen und einzuladen. *Danke Tim* :P
Als ich auf mein Zimmer kam legte ich noch kurz alles raus, was ich für morgen früh brauchen würde und stellte mir schonmal die Badelatschen direkt vor das Bett… Gewohnheit :D
Sonntag morgen, 06:00:
*Wie mit der Concorde von Paris nach New York, mit dem Raumschiff von hier bis zum Mars, wie auf Dromedaren durch die Wüste, mit dem Floß a….*
Ich schaltete schnell den Radiowecker aus, ich kann das Gedudel einfach nicht ab, so früh morgens. Besonders müde war ich aber nicht, ich hatte ja schon auf dem Flug hierher geschlafen, aber das wisst ihr ja.
Also dann das übliche Prozedere, Duschen, Zähne Putzen, Kurz in die E-Mails gucken und dann mit ordentlich Schwung durch die Hotelzimmertür in den Flur, Tür hinter sich zuziehen, auf dem Flur ein paar kleinen Kindern ausweichen und ab in den Aufzug nach unten.
In der Lobby angekommen ist noch keiner da, also gebe ich erst mal wieder meinen Schlüssel ab und setze mich noch ein wenig in die Hotellobby, nur wenige Sekunden später kommt auch schon Tim aus dem Aufzug gestapft, richtig frisch sah er aus, sogar rasiert!
Als Tim ebenfalls gerade seinen Schlüssel abgeben wollte kam Joe herunter, allerdings entgegen unserer Erwartungen nicht mit dem Aufzug sondern über die Treppen
Ich: „Hey Joe, was’n da los, Du und Treppen?“
Joe: „Ja komm Jungs, Fitnessstudios sind teuer!“
Ich: „Ach stimmt, ich vergesse bei meinem Kapitänsgehalt immer, dass ein Flugingenieur ja nicht so viel verdient“- dabei sehe ich ihn grinsend an.
Joe: „Halt lieber die Klappe, sonst geb‘ ich Dir gleich mal Pilotengehalt Du Waschbär!“
Joe warf ihm seinen Schlüssel zu „Gib mal ab und hol‘ uns auch gleich ein Taxi!“
Tim: „Oh man, jetzt weiß ich, warum Du Dich immer mit Deiner Frau streitest.“
Joe: „Und ich weiß, warum Du keine hast mein Lieber.“
Tim: „Touché.“
Auf dem Weg zum Flughafen waren wir dann ausnahmsweise mal schweigsam, Joe blätterte ein wenig in irgendwelchen Papieren, ich rechnete gerade noch die Flugzeiten aus den letzten acht Logbucheinträgen zusammen und schrieb den Übertrag auf die nächste Seite und Tim, na der war natürlich mal wieder an seinem Smartphone zugange.
Sonntag morgen: 07:30 Briefing Office Chongqing Airport: Wir hatten uns alle im Office verstreut und gingen unseren normalen Tätigkeiten nach, Wetter checken, den Loadsheet zusammenstellen, Take-off Daten berechnen, Routen finden und Flugzeit berechnen, als wir drei dann damit fertig waren gingen wir durch unser Briefing für die Route.
Mit 2,542 nm on-track wäre die Strecke eigentlich auch für die hauseigene 727-200 machbar gewesen, aber nicht bei einem recht hohen Load-out wie heute, weswegen das geeignetere Fluggerät, die 707 zum Einsatz kommt. Departure Time für Chongqing ist Punkt neun Uhr morgens, unser Ziel laut Flugplan ist 16:30 local, es sind allerdings zwei Stunden Zeitverschiebung, insgesamt also 5:30h, darauf Tim’s Kommentar: „Concorde-style.“
Noch ein paar weitere Daten und Fakten und ab geht’s in das Briefing für die Kabinencrew. 157 Passagiere sind gebucht, nicht schlecht für eine Route, die noch nicht so lange besteht. Vier Flugbegleiter sind für die heutige Reise eingeplant und werden die Passagiere auf dem Flug gut versorgen.

2

Mittwoch, 10. Juli 2013, 15:07

Nach einer kurzen Ansprache durch mich geht es dann endlich los zur Maschine, der Crewbus rangiert uns sicher über das Vorfeld, endlich am Arbeitsplatz!
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Ach mei, sieht sie nicht schön aus! Und dann in dieser bunten Lackierung, ein Traum! Aber wie man sieht… Es regnet Bindfäden. Na ja, was will man machen?
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So, nach einem erfolgreichen Außencheck, der keine Mängel aufweist sehe ich mich (wie man das als vorbildlicher Kapitän eben so tut), noch einmal in der Kabine um.
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Na ja, ich gebe es ja zu, die Kabine ist nicht mehr so ganz auf dem modernsten Stand.
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Die Waschräume sehen ebenfalls sauber aus, die Bodencrew hat anscheinend einen guten Job gemacht.
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In der hinteren Bordküche wird noch fleißig umhergeräumt, damit auch alles seine Ordnung hat.
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In der vorderen Galley bekomme ich gerade noch mit, wie die Servicetüren geschlossen werden, da störe ich dann wohl besser nicht!
Als ichwieder ins Cockpit komme dreht sich Tim gerade um und fragte mich „Alles klar da hinten?“- „Die Servicetür geht gerade zu, und die Kabine sieht gut aus, das Boarding kriegen wir ohne Probleme pünktlich hin.“
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Joe hatte seine sein Panel auch schon flugbereit gemacht und ist alle Checklisten durchgegangen. Da die Maschine über Nacht nicht geflogen ist musste er die Maschine aus dem Cold und Dark quasi wiederbeleben. Er sieht zufrieden aus und alles schein schon vorbereitet zu sein, das Treibstoffsystem war schon komplett vorbereitet, nur die Lampe für die noch nicht geschlossene Servicetür in der vorderen Bordküche war noch an.
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Als ich mich in meinen Sitz verfrachtet hatte, setzte ich schon mal die NAV und COM Radios. 121.75 für die Kommunikation und 112.7 für das Qijiang VOR, über das wir fliegen würden um den Luftraum nach Südosten zu verlassen.
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Joe hatte schon alles vorbereitet und uns auch die Rotationsgeschwindigkeiten herausgesucht. Ich überprüfte noch einmal alle Berechnungen, sie stimmten. „131, 136, 152“ . Sagte ich zu Tim. „31,36,52“ antwortete Tim und setzte seine Airspeed Bugs auf seinem Fahrtmesser. Nach den Startgeschwindigkeiten hörten wir uns noch eben das ATIS an. Gut sah es ja nicht aus… „330° at 18, gusting 28, 50 miles vis, Thunderstorms, overcast at 3000 feet, Heavy rain, 68°F, 29.21.”
“Das kann doch nur traumhaft für unsere Passagiere werden, die freuen sich dann wenigstens ordentlich, wenn sie in Guam ankommen.“- meinte Joe nur mit einem verschmitzten lächeln.
Ich wühlte noch eben meine Papiere hervor und dann fing das Briefing an: „So kinners, kanns losgehen?“ Nach einem einvernehmlichen „Ja“ von Joe und Tim fing ich also an. „Also, heute nicht gerade das ideale Wetter in Chongqing, immerhin haben wir bei nur 11° eine ordentliche Performance, wir haben Treibstoff für 5.30h enroute+ 30 Minuten ATC Fuel, man weiß ja nie, und dann die regulären 30 Minuten, der Ausweichplatz ist unter 10 Minuten entfernt, da brauchen wir nicht viel extra, aber ich würde gerne noch einen anderen Flughafen auf dem Festland erreichen können, also habe ich mal insgesamt 30 Minuten Holding plus 45 Minuten für ein eventuelles Ausweichmanöver eingepackt, macht insgesamt laut Adam Riese 07:15 bei 13,000lbs pro Stunde 94,250lbs, ich habe also mal 95,000 geordert, ist so eine schöne und runde Zahl. Mit dem heutigen Load-out vo 33,940lbs kommen wir auf 271,939lbs Gesamtgewicht. Joe, was hast Du?“ „Jawoll, das habe ich auch.“ „Sehr gut, maximum wäre 336,000, wir haben also genug Luft nach oben. Bei dem aktuellen Gewicht haben Joe und ich jeweils die gleichen V-Speeds raus: 31,36,52, noch einmal crosschecken bitte. Gut, Ground ist 21,75, gesetzt auf COM1. Wir können leider nur mit externer Luft und Stromversorgung starten, dafür können wir immerhin direkt auf FL380 gehen, sind ja recht leicht heute. Noch Fragen? Schön. Tim, dann bitte Dein Departure Briefing
Tim: „Gut, Standard right-seat departure dann über Runway 2, V-Speeds confirmed, wir könnten de-raten aber heute lieber ein Max-Thrust Take-off wegen des Wetters, der Air Chongqing Airbus hat eben schon einen Windshear auf dem Departure Ende der 02 gemeldet. In case of any problems before rotation I will stop the aircraft, standing water on the runway, so we’ll do a maximum brake reject, I will maximum reverse thrust, Greg, you will pull the spoilers, Joe, you will confirm reverser operating, spoilers up. Greg, you call out 100, 80 and 60 knots and confirm sufficient deceleration. In case of engine fire, anybody can call out “STOP! FIRE!” and I won’t use reverse in that case. Good, in case of any problems after V1 we’ll keep on running, rotate the aircraft to standard attitude, call positive rate, retract the gear, max-power climb to 2,300 feet and then we will assess the situation. In case of engine problems we’ll shut the engine down, you confirm the failure, I’ll put my hands on the fuel levers, you confirm the engine and I’ll shut it down. We’ll do a tear-drop turn and come back in to runway 20. Normal SID Departure from runway 2, we’re cleared to climb to 13,000 and we’ll intercept the VOR Radial towards Qijiang VOR. Any questions?”
Ich: Keine Fragen
Joe: Ich habe auch keine Fragen.
In dem Moment guckt gerade Jenny, die Stewardess ins Cockpit: „Boarding completed, 157 passengers as planned.“
Ich: „Vielen Dank, ich mache dann die Ansage.“
Jenny: „Okay.“
Also schnappte ich mir das Telefonhörerartige Mikro: „Ladies and Gentlemen, this is your canptain speaking, I’d like to welcome you on board of Trans Ocean Service to Guam Island. Today we’re operating with flight number 1 and we’d like to welcome you on board of this beautiful Boeing 707 for the five and a half hour trip to Guam. We have about 2,543 nautical miles to run today. The weather in Chongqing is not too good at the moment, so we’d like you to stay seated until we have turned off the fasten seatbelt signs for your own safety We’re currently looking at an on-time off-block departure so just sit back and enjoy the flight. Thank you for your attention”
Und pünktlich fährt auch die Passagierbrücke wieder zurück.
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Wir machten uns für den Engine Start bereit. Wir gingen die Checklisten durch und Tim holte die Engine Start Clearance ein.
„Chongqing Ground, Trans Ocean 1, request start-up and push-back, we’ll have to start at least one engine at the gate because we need external power.”
“Trans Ocean 1, roger, your start-upa nd pushback is approved, nose facing into the alley, you’re cleared to taxi to runway 2, confirm you have information Delta.”
“Roger, start and push approved, nose into the galley, taxi to runway 2 and we have Delta, Trans Ocean 1.”
Als wir unsere Startup Clearance hatten konnte es dann endlich losgehen, die Before start Liste war abgeklappert. Ich fragte Joe „Ready to start.“ Er antwortete „Turning number one.“
Der Starter fing an das charakteristische Heulen zu erzeugen und das Triebwerk fing an hochzulaufen.
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Joe: „20%, Fuel.“
Ich: „Fuel Flow 30% and EGT in the green“
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Ich: “Engine Nr.1 stable, start 2 please.”
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Nach zwei erfolgreichen Triebwerkstarts können wir dann die externe Luft und Stromversorgung entfernen und den Pushback beginnen.
Ich: „Cockpit to Ground.“
Ground: „Yes, Ground.“
Ich: „Two engine starts, disconnect ground power please and you are cleared to push back, nose into the alley please.“
Ground: “Roger, cleared to disconnect and push.”
Ich: “Okay Joe, Nummer 3 und 4 dann über den Crossbleed.”
Joe: „Roger, turning 3.“
Nachdem wir alle vier Maschinen gestartet haben ist auch der Pushback schon fertig und wir stehen im 90°-Winkel zur Alley, irgendwie hat der Pushbackfahrer da wohl etwas falsch verstanden, aber wir sind ja flexibel.
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Für einen schönen Turn muss man mit der 707 die Centerline des Rollwegs schön überschießen, wie man hier sieht.
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Sitzt! Nosewheel auf den Zentimeter genau auf der Centerline!
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Während des Rollens fährt Tim die Klappen schon mal in die Startstellung, 14°.
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Bei Regen gehts immer schön langsam.
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Ground: „Trans Ocean 101, turn right, follow the Pacifica Air MD-80 to the runway.“
Ich: “Roger, Trans Ocean 101, we’ll follow the MD-80.”
http://img90.imageshack.us/img90/5002/2013420174515205.png
Der 321 will auch gleich hinter uns her…
http://img402.imageshack.us/img402/6462/2013420174610514.png
Man, man, man, die Qualität der Rollwege ist ganz schön schlecht. Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön.
http://img835.imageshack.us/img835/8272/2013420174742718.png
Die MD-80 vor uns geht auf die Bahn.
http://img593.imageshack.us/img593/7176/2013420174948442.png
http://img823.imageshack.us/img823/8239/2013420175024853.png
Die MD steht schon auf Position, als wir uns bei Chongqing Tower melden.
„Trans Ocean 1, runway 2, fully ready for departure.“

// maximale Bildgröße erheblich überschritten // direkte Einbettung entfernt, für Bilder auf die Links klicken // (edit superburschi)

3

Mittwoch, 10. Juli 2013, 15:08

“Roger Trans Ocean 1, into position and hold behind the rolling MD-80.”
http://img27.imageshack.us/img27/2203/201342017503949.png
Also rauf auf Position, Tim sieht rechts aus dem Fenster “Approach sector clear”, ich entgegne “Checked.“
http://img706.imageshack.us/img706/6530/201342017512952.png
Als wir auf der Piste stehen werfe ich noch einen Blick auf das Wetterradar um zu sehen, was im Abflugsektor so los ist.
http://img407.imageshack.us/img407/8739/2013420175225408.png
So, die Triebwerke laufen hoch um auf Max Thrust zu kommen.
http://img191.imageshack.us/img191/1529/2013420175216421.png
Dieser Winterdiesel pafft ja ganz schön was weg...
http://img542.imageshack.us/img542/4070/2013420175230367.png
Joe behält die Triebwerke fest im Auge
http://img13.imageshack.us/img13/6523/2013420175256945.png
“100 knots.”
“Crosschecked”
“Power clamped”
http://img22.imageshack.us/img22/6446/2013420175239616.png
Bei der Rotate-speed ziehe ich langsam am Yoke. Jetzt sieht man auch, dass der Take-off mit Max Thrust bei so einem geringen Gewicht ganz schön Performance einbringt, das Ende der Bahn ist noch in weiter Ferne.
http://img189.imageshack.us/img189/255/201342017536755.png
Auffi geht’s!
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Joe: „Airborne at 58“
Tim: „Wow, wenn sie so leicht ist kann sie ja doch!“
Ich: „Na was meinst Du denn..“
http://img195.imageshack.us/img195/7364/2013420175319363.png
Tim: „Negative rate!“
Ich: „Ich weiß, ich weiß, Windshear!“
Joe: „Firewall?“
Ich: „Ne, geht schon“
http://img203.imageshack.us/img203/4569/2013420175340316.png
So, jetzt wird die Steigrate wieder positiv, wir hatten ja extra keinen de-rate genommen, das hat sich jetzt ja ausgezahlt.
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Bei 15,000 Fuß haben wir die 300 Knoten eingefangen, mit der Geschwindigkeit steigen wir jetzt bis zur Reiseflughöhe.
http://img17.imageshack.us/img17/9185/201342017596689.png
Bei 18,000 Fuß beruhigt sich die ganze Situation wieder, wir gehen rüber auf Chengdu Center.
„Trans Ocean 1, contact Chengdu Center on 120.9“
„Over to Chengdu on 20.9 for Trans Ocean 1, see ya!“
http://img189.imageshack.us/img189/9564/201342018450297.png
Auf 18,500 Fuß bekommen wir Clearance für FL380!
http://img35.imageshack.us/img35/9564/201342018450297.png
Nun drehen wir ein aufs KWE VOR 114.3
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Joe hat sein Panel auch schon ordentlich schön aufgeräumt und hat (wie sich das gehört) alles im Blick.
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Bald haben wir den Top of Climb erreicht, aber heute geht das ja alles zügig.
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Auf 28,000 Fuß ist dann alles ruhig. Die Turbulenzen sind komplett abgeklungen also kann das Fasten Seat Belt Sign nun auch aus.
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Ich gucke während unserer Konversation gerade ein wenig aus dem Fenster
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Tim: „Ja, das ist aber auch gar nicht so einfach, oder was meinst Du?“
Ich: „Nee, würd ich auch nie machen. Die Flaps 40 bringen Dir doch sowieso nichts.“
Joe: „Warum hat das Ding eigentlich Flaps 40? Die benutzt man doch eh nie…“
Ich: „Na ja, die 727 war ja mal dafür ausgelegt, auf extrem kurzen Pisten zu operieren.“
Tim: „Na das kann ich mir ja nicht vorstellen.“
Ich: „Ja doch, doch, Du kennst ja nur die 727-200, die ist ja auch total untermotorisiert. Die -100er Variante eignet sich eigentlich recht gut für solche Aufgaben. Immerhin war das ja eines der Hauptprobleme der damaligen Flugzeughersteller.“
Joe: „Was jetzt? Die Motorisierung?“
Ich: „Nee, die Kurzstarteigenschaften. Die Pisten von damals waren ja alle noch gar nicht auf die modernen Düsenfl…..“
*rrrring*
Leicht verwirrt blinkte ich umher, bis ich merkte, was hier eigentlich klingelte. Es war das Intercom-Telefon. Unser Puser Hang Lui rief uns gerade von hinten an, Joe ging ans Telefon.
http://img839.imageshack.us/img839/2867/2013420181954141.png
“Cockpit.”
“Rear galley. Hi guys. Do you want your food with the passengers or later on?”
“Hang on a second.”
Joe guckte fragend in die Runde:
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Joe: “Wollt ihr schon essen? Oder sollen wir ihm später Bescheid sagen, die sind schon gerade am Essen machen.“
Ich: „Ja was gibt’s denn?“
Joe: „Na so weit ich weiß Frühstück.“
Ich: „Ja, also ich nehm auf jeden Fall etwas. Ich hab ja im Hotel nicht gefrühstückt.“
Tim: „Na logisch, so ein starker junger Mann wie ich braucht ja was im Magen.“
„Okay Huang, we’ll take three.“
“Sure, no problem. It’ll be about 20 minutes.”
“Thanks a lot.”
Also setzten wir nun unsere Unterhaltung fort.
Tim: „Wo waren wir denn jetzt stehen geblieben?“
Joe: „Ja, bei der 727.“
Ich: „Ach ja, stimmt. Was ich dazu eigentlich sagen wollte. Du kennst ja nur die -200er Version, die untermotorisiert und schwer ist“- „The lead slead“ warf Joe dazu ein- „Genau, der Bleischlitten. Die -100er Variante hatte aber eigentlich ganz akzeptable Kurzstartmöglichkeiten. Die Landeperformance war aber noch viel besser. In der -100 konnte man auch noch Flaps 40 benutzen, die haben halt nur extrem viel Widerstand erzeugt, das Problem kam dann nur auf, dass die Piloten oft nicht genug Leistung nachgeschoben haben. Ich glaube es gab sogar einige Unfälle weil 40 Grad Klappen zu einer extremen Sinkrate geführt haben.“
Tim: „und deswegen dürfen wir also nichtmehr Flaps 40 benutzen?“
Ich: „Ja genau.“
Joe: „Na ja, das Prblem hat sich ja mit der -200er noch verschärft. Bei dem hohen Landegewicht und der geringen Leistung hast Du ja mit Flaps 40 keine Steigrate mehr. Um Level zu fliegen brauchst Du Vollgas. Das heißt wenn Du im Landeanflug den 3°-Winkel abfliegst brauchst Du schon fast Reiseleistung.“
Tim: „Achso, ich verstehe. Also eigentlich alles nur eine Sache des hohen Widerstandes.“
Joe: „Ja, ganz genau.“
Während das Gespräch dann so weiter vor sich hin plätscherte näherten wir uns mit .80 dem Zhujian River.
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Als wir uns weiter unseren Weg Richtung Meer bahnen kommt unser Frühstück auch schon. Die Damen und Herren in der Bordküche haben mal wieder richtig gezaubert. Das Catering orientiert sich heute am Geschmack der Bewohner Chongqing (an wem denn auch sonst), und dort isst man eben zum Frühstück schon gerne scharf oder auch gern etwas süßes. Heute gibt es Tangyuan (Klebreis mit einer Paste aus roten Bohnen). Als eine kleine Beilage dazu gibt es eine kleine Schale gebratene Nudeln.
Nun entstand allerdings ein Problem… In der 707 ist absolut kein Platz für so ein großes Tablett. Aber wir sind ja flexibel und es musste doch irgendeine Lösung geben. Joe konnte das ganze Gewusel gar nicht verstehen, er stellte sein essen einfach auf seinen Tisch vors Instrumentenbrett, bei Tim und mir hingegen war die ganze Geschichte etwas komplizierter. Tim klappte seine Armlehne hoch und schob seinen Sitz ganz nach hinten, so konnte er sein Tablett gerade so zwischen sich und dem Steuerhorn abstellen, aber das war mir irgendwie zu blöd, ich nahm das Tangyuan und legte es erstmal auf dem Instrumentenbrett ab, da stand es sicher und fing an genüsslich meine Nudeln zu verspeisen
Plötzlich lassen wir sämtliche Wolken hinter uns und unter uns erstreckt sich mit einem mal die Weite des asiatischen Kontinents.
http://img705.imageshack.us/img705/451/2013420184751338.png
Als wir gerade Liangjiang passieren bekommen wir auch einen Center-Wechsel.
„Trans Ocean 1, contact Guangzhou Center on 118.95.“
„Over to 18.95 for Trans Ocean 1, see ya.“
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Der Treibstoff wird langsam sehr kalt und Joe kommt wohl nicht darum herum, die Fuel Heaters anzuschalten damit keine Vereisungsgefahr für den Treibstoff besteht.
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Wenn alle Lämpchen sind erloschen, dann wird der liebe Joe verdro…. Moment, formen wir das lieber nochmal um, wenn nichts mehr bimmelt oder piept, hat er die Fehler ausgesiebt!
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Von Joes Platz aus ist auch schon die südchinesische See und der Zhijuang River zu sehen.
http://img521.imageshack.us/img521/3040/2013420191742359.png
Da kommt uns doch einer entgegen! Mal sehen, noch haben wir keinen Bescheid bekommen….
http://img526.imageshack.us/img526/3909/2013420192139662.png
Jetzt bekommen wir auch Bescheid.
„Trans Ocean 1, traffic 12 o’clock, 4 miles at FL340, Pacifica CRJ700, report them in sight.“
“Trans Ocean 1, we have the traffic.”
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Und da drehen wir auch schon ein Richtung Guangzhou.
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Und erneut klingelte es im Cockpit, der Purser bat Joe kurz nach hinten zu kommen, es gab technische Probleme in der Bordküche, zum Glück nichts schlimmes, er musste nur eine Sicherung ziehen, das System würde dann nach dem Rückflug nach Chongqing wieder in Ordnung gebracht werden.
Auf dem Rückweg ins Cockpit sah er aus den Fenstern der Passagierkabine, wie wir gerade Macau passierten und fing an in Erinnerungen zu kramen.
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4

Mittwoch, 10. Juli 2013, 15:12

Als er wieder ins Cockpit kam hatte er ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht: „Ach ja, das waren noch Zeiten…. Ich bin damals schon einige Male mit MK in Macau gewesen. Lass mich überlegen, das ist jetzt auch schon über ein Jahrzehnt her.“
Ich „Aber jetzt guck mal Joe. Wenn wir über Macau sind heißt das auch, dass wir über Hong Kong sind und jetzt schau mal nach links aus dem Fenster, das nenn ich mal Aussicht!“
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Und hier nochmal ein kleiner Blick auf den neuen Flughafen von HongKong... Ach was wär das jetzt was Feines, ein schöner Checkerboard-Anflug auf Kai Tak, aber na ja, die Zeiten sind ja vorbei… Trotzdem schön.
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Joe: So, gleich sind die Center Tanks leer, dann dreh ich noch die Pumpen aus und verabschiede mich kurz mal für kleine Königstiger
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Einige Minuten später tritt dann auch besagter Fall ein, die Center Tanks sind leer, die Low Pressure Lights gehen an.
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Joe verabschiedet sich für ein paar Minuten nach hinten, währenddessen kommt Taiwan schon in Sicht, wir fliegen direkt aufs VOR zu.
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Als Joe wiederkommt ist Taiwan schon ganz schön nah….
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Crossing traffic kajohlt unter uns durch:
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Wir passieren nur einige Meilen vom Hengchun VOR entfernt die Küste von Taiwan.

Nachdem wir Taiwan hinter uns lassen tritt eine leichte Höhenbewölkung auf. Mittlerweile haben wir uns entschieden einen Step Climb auf FL 400 vorzunehmen um auf der Optimum Altitude zu blieben.

Na wer sagt‘s denn, man muss nur lang genug fliegen und das Wetter entwickelt sich wieder zum Positiven. Aber mal ohne Schmarrn jetzt, eine so gute Wetterlage über dem Pazifik ist gar nicht so üblich. Glück muss man haben, wir klappen auch gleich mal die grünen Sonnenblenden herunter!

Ein leichter Enroute-turn in Richtung Guam.

Und dann geht’s auch schon langsam wieder herunter, ein sanfter Let-Down in Richtung Flughafen beginnt und wir machen uns bereit für die Landung, ich werde den Approach fliegen und betrachte schonmal die Approach Plates, während Tim den Autopiloten bedient. Aber auch Joe ist schon fleißig dabei unser Gewicht für die Anfluggeschwindigkeit herauszufinden.
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Tim hält eine angenehme Sinkgeschwindigkeit von etwa 280 Knoten, währenddessen kommt Guam schon in Sicht.

Fleißig switcht Joe am Fuel Panel herum, aber wie ihr seht sind unsere Reserven reichlich.

Noch eine geschmeidige Rechtskurve… “Ladies and Gentlemen, this is your captain speaking. As you might have noticed we have already started our descend towards Guam. The weather conditions at the airport are quite nice which also means that you’re going to have a first day of great weather while you stay in Guam. However we have still turned on the fasten seatbelt sign and we would like to ask you to stay in your seats with your seatbelts fastened. Thank you for your attention.”

Und fleißig geht es weiter nach unten aber natürlich muss man aufpassen, dass man den Sinkflug weiter managed, es gibt ja kein Level Change oder Open Descent Mode, also fangen wir bei 12,000 Fuß schonmal an, die Maschine auf 250 Knoten herunterzubremsen, also Triebwerke in den Leerlauf und die Nase leicht anheben.



Und pünktlich haben wir die 250 Knoten eingefangen.

Da kommt das Wasser schon ganz schön nahe….

Mittlerweile ist Guam doch ganz schön groß in der Scheibe geworden, kein Wunder, wir sind ja auch schon unterhalb von 3,000 Fuß.

Weiterhin im Leerlauf drehen wir in das lange Endteil auf die Piste ein, mit einer dezenten Kurve schieben wir uns auf die Extended Centerline und bauen weiterhin Geschwindigkeit ab.
http://img198.imageshack.us/img198/9316/xbr.BMP
Während wir den Glideslope von unten anschneiden fliegt das Gear Down, Flaps 25 in unserem Tanker, Tim wirft uns den Anker!
http://img825.imageshack.us/img825/7374/b4u0.png
„Trans Ocean 1, you’re cleared to land, traffic is on short final, 737.”
Und in der Tat, da gleitet der Kollege auch schon Richtung Aufsetzpunkt.

Bisschen links von der Centerline aber dafür ist das Fahrwerk sicher unten und zeigt grün.

Tim: „Flaps 50, established, speed minus 5- continue“

Auch Tim hat eine super Sicht!

Noch einmal die Seat Belt Signs an und aus toggeln und es kann in den kurzen Endanflug gehen!
http://img197.imageshack.us/img197/6631/3po.BMP
Sieht sie nicht schön aus?




Aber nun ist wieder Konzentration gefragt! Noch 500 Fuß….

Weit ises nichtmehr, nur noch ein paar Fuß

Tim: „10 feet.“
Ich: „Idle.“


Sitzt!
Joe: „4 engines reverse, lights on.“
Tim: “Sufficient deceleration.”

Und in der Tat, die Verzögerung reicht, bei 60 Knoten schiebt Joe die Triebwerke wieder in den Forward Idle.

Joe: „All four lights out.“

Am Bahnende geht’s dann nach links ab von der Piste.


Tim räumt erstmal auf.

Sachte um die Kurve, nicht dass Omi noch ihren Kaffee übern Schoß kippt!

Noch flucks Kontakt zur Ground Control aufgenommen und dann können wir auch endlich zum Gate rüberrollern

Baam! Auf der Centerline, so ein Angeber….


Ich: “Parking Brake Set.”
Und wie sich das gehört… Auf Außenposition

Ich: “So, haben wirs geschafft.. Parking Brake is set und Checklist completed, war schön mit euch Jungs!”
Tim: „Stimmt, war schön. Rufst Du eben Ground?“
Ich: „Jawoll, geiht los.“
Cockpit: „Cockpit, Ground.“
Ground: „Ground, Cockpit, chocks are in place, you can release the parking brake.“
Cockpit: “Parking brake coming off, plug in the External Power please.”
Ground: “External Power will take about 10 seconds.”
Cockpit: “Roger.”
Ich: “Joe, schaltest Du dann bitte 1 und 4 aus?”
Joe: „Geht klar, 1 und 4 gehen aus.“

Ground: „Cockpit, Ground.“
Cockpit: „Roger Ground.“
Ground: „External Power is connected.“
Cockpit: „Thank you very much, we’re shutting everything down.“
Ground: “Is the aircraft fine?”
Cockpit: “Yes, thank you, everything working nicely!”
Joe: “Na was glaubt der den, wir machen doch nichts kaputt.“
Die Triebwerke laufen langsam herunter….

Und die Kompressoren spulen auch schon herunter.

Ich: “So Joe, dann räum das Schätzchen mal auf und mach sie für die nächste Crew fertig.“
Tim: „Brauchst Du das Logbuch?“
Joe: „Öhm, ja bitte, gib mal rüber.“
Nach ein paar Minuten ist der Papierkram fertig und wenn man mal einen Blick nach hinten wirft ist die Maschine auch schon wie leer gefegt….

Ich: „So, dann lass uns mal zusammenpacken!“
Beim Verlassen des Cockpits noch ein Blick über die Schulter, ob wir auch ja nichts vergessen haben.


Als wir die Gangway herabtreten und wir uns alle zusammen in den Crewbus gesellen komme ich wieder ein wenig mit Joe und Tim ins Gespräch.
Ich: „War doch angenehm oder?“
Joe: „Ging doch alles glatt.“
Tim: „Na wie sonst auch immer!“
Ich: „Na wo ihr recht habt, habt ihr Recht.“
Tim: „Du sag mal, wie gefällt euch Asien eigentlich?“
Ich: *während ich mir die Ärmel des Hemds hochkrempele* „Na was willst Du damit jetzt sagen? Ist doch schön hier, die Sonne scheint Dir auf den Pelz.“
Joe: „Ja ist doch locker hier, und schöne Schlitten fliegen wir auch.“
Tim: „Ja, aber wir haben doch noch andere, schöne Stellen in der Firma.“
Ich: „Na Du willst Dich doch nicht schon lustlos zeigen, nach den ersten Wochen bei Trans Ocean?“
Tim: „Das hat doch mit Lustlosigkeit nichts zu tun, aber ihr strebt doch auch immer zu Besserem oder?“
Ich : „Du meinst so wie Joe, der sein Leben lang Flugingenieur ist?“
Joe: „Eey, was willst Du denn?“ :D
Ich: „Ach, ich sag ja nur.“
Joe: „Ich machs gern… Und Sachen, die man gern macht, macht man doch gern…“
Tim: „Ehm… Ja, das war ja mal eine sinnvolle Aussage Joe.“
Joe: „Ach lass mich doch.“
Tim: „Ne, aber jetzt mal im Ernst… Ihr wisst doch, dass wir bei uns die Waldbrandlöschtruppe haben… Hättet ihr da denn keine Lust drauf?“
Ich: „Na klar.“
Tim: „Hätte das nicht etwas?“
Ich: „Hätte ja schon etwas…. Sind die nicht schon ausgestattet mit Piloten?“
Tim: „So weit ich weiß noch nicht.“
Ich: „Ach weißt Du was, über die Idee unterhalten wir uns lieber die Tage nochmal…“

So, das war erstmal das Ende dieses Screenshotberichts. Ich hoffe es hat euch gefallen, ich habe mehrere Monate an diesem Bericht gefeilt, ich habe versucht die Anmerkungen, die ihr mir dagelassen habt im letzten Thread miteinzubeziehen.
Falls ich eventuelle Rechtschreibfehler übersehen habe bitte ich dies natürlich zu entschuldigen. Und erneut bitte ich euch um Feedback um den nächsten Bericht noch besser gestalten zu können.
Viel Spaß beim Lesen,
Ben

PS: Über ein Kommentar bzw. ein Feedback würde ich mich sehr freuen!

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »TransOceanExpress« (11. Juli 2013, 10:57)


5

Donnerstag, 11. Juli 2013, 08:23

Danke für den schönen Bericht, allerdings muss ich dich bitten einige deiner Bilder in der Größe zu korrigieren:

"1.8 Screenshots und Bilder

Wir freuen uns über Eure Screenshots und Bilder. Um auch Usern mit
schlechter Internetverbindung das Anschauen solcher Threads zu
ermöglichen, postet Eure Screenshots und Bilder mit der maximalen Größe
von 1024 Pixeln an der längsten Seite, größer eingestellte Bilder würden
gelöscht werden."


Also bitte sei so nett und bring das in Ordnung, danke!
:thumb:

Lauter Werkzeuge halt

6

Donnerstag, 11. Juli 2013, 10:55

Ach, ich sehe gerade, dass ich die Bilder gar nicht in 800x600 hochgeladen habe, vielen Dank für den Hinweis!

Viele Grüße,
Ben

7

Donnerstag, 11. Juli 2013, 11:38

Ach, ich sehe gerade, dass ich die Bilder gar nicht in 800x600 hochgeladen habe, vielen Dank für den Hinweis!

Ist keine Ursache, hauptsache es ist wieder "regelkonform". :thx:
:thumb:

Lauter Werkzeuge halt

hasegawa

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Wohnort: Potsdam, Deutschland und Riga, Lettland

Beruf: Werbetexter

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8

Montag, 15. Juli 2013, 05:04

Ein netter Hupf. Macht Lust darauf, die 707 auch mal wieder auszupacken. Kann ja nicht ewig nur noch Twin Otter und Anna fliegen.
Andreas R. Schmidt
Potsdam und Riga

9

Montag, 15. Juli 2013, 17:13

Hallo Ben

Wow, ein echt spannend zu lesender Reisebericht!! Die Erzählung aus der Ich-Perspektive ist abwechselnd und gut verständlich. Man kann sich gut in die Rolle hineindenken. Auch die 707 und die Locations gefallen. Hat wirklich Spass gemacht zu lesen. Ich hoffe, dass es nicht deine letzte Geschicht ist. ;)

Kleine Frage, dein Anti-Aliasing sieht auf den Screenies nicht optimal eingestellt aus. Sind doch Treppchen zu sehen. Vielleicht da mal noch etwas nachbessern. :thumbup:
Gruss Seimen

10

Sonntag, 21. Juli 2013, 23:52

Vielen Dank für den Tipp! Seit langer Zeit suche ich die Lösung für mein Kanten-Problem. "Leider" sind die Screenshots für den nächsten Bericht schon entstanden und haben noch die kleinen Treppchen auf den Schrägen... Aber danach sollte es hoffentlich mit besserer Qualität weitergehen!

11

Montag, 22. Juli 2013, 22:46

Würde mir den Thread mit den Bildern ja gerne ansehen, aber wenn hier jedes Foto als PNG mit deutlich über 1MB hochgeladen wird, dann habe ich weder Lust noch genug Volumentarif um das zu betrachten.
Sind aktuell über 100 Fotos, die mit über 160 MB zu Buche schlagen :nein:

Warum sowas nicht im üblichen JPG-Format hochgeladen wird, was auch sonst alle hier im Forum nutzen, erschließt sich mir komplett nicht :rolleyes: es würde bei einem Foto mit 800 x 600 grade mal auf 0,3 MB hinauslaufen, das sind rund 100 MB (!!) weniger Datenlast als im PNG-Format.
Mit einer Mobilen Flatrate ist allein dieser Thread in der Lage die Volumentarife zu sprengen - irgendwie ist das sinnfrei ...

:bier:
Gruß

Dirk 8)

Flusitechnisch nun in den Rentenstatus gewechselt

12

Montag, 22. Juli 2013, 22:54

Hi Dirk,

vielen Dank für den Hinweis- ich habe gerade mit Gernot gesprochen, der mir auch den Tipp gab! Werde den Fehler berichtigen, sobald ich die Zeit dazu finde und auch die Dateieinbettung (dieses mal richtig) hinzufügen ;)
Hoffentlich hat die Story trotzdem gemundet!

Viele Grüße